Freitag

08.03.2019

09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr

Steiger, Schill & Kollegen
Innere Neumatten 15
79219 Staufen

250,00 € je Teilnehmer

Das neue Bauvertragsrecht 2018

Beschreibung

Seit dem 01.01.2018 ist der Bauvertrag im BGB als eigenständiger Vertrag geregelt. Es sind Regelungen zu einem spezifischen Bauvertragsrecht in das BGB aufgenommen. Den Kern dieser Regelungen bilden das Recht der Auftraggeber Leistungsänderungen einseitig anzuordnen. Ein solches Recht gab es bisher nur in der VOB/B (§§ 1, 2 VOB/B), nicht aber im BGB. Die neu geschaffene Regelung im BGB weicht inhaltlich in erheblichem Umfang von den Regelungen in der VOB/B ab. Diese abweichende Regelung im BGB hat für die Baupraxis erhebliche Bedeutung. Das Seminar soll den Teilnehmern einen Überblick über die Neuregelungen und die Auswirkungen auf die (Vertrags-) Praxis aufzeigen.

Inhalte

Anordnungsrechte des Auftraggebers in der VOB/B (§§ 1, 2 VOB/B)

  •  Voraussetzungen eines Mehrvergütungsanspruches nach §§ 1 Abs. 3, 2 Abs. 5 VOB/B
  • Voraussetzungen eines zusätzlichen Vergütungsanspruches nach §§ 1 Abs. 4, 2 Abs. 6 VOB/B
  • Vergütungsanspruch unter Berücksichtigung der Mehr- und Minderkosten in Anlehnung an die Auftragskalkulation
  • Preisänderungsmöglichkeiten der VOB/B beim Pauschalvertrag
  • Vergütung bei nicht beauftragten Leistungen (§ 2 Abs. 8 VOB/B)

Anordnungsrechte im BGB (§ 650 b, c, d BGB)

  •  Anordnungsrecht des Bestellers für geänderte und zusätzliche Leistungen mit hierzu korrespondierendem Vergütungsanspruch
  • Änderungsvertrag nach § 650 b Abs. 1 BGB
    Gegenstand von Anordnungen; Verpflichtung des Auftragnehmers zur Abgabe eines Angebotes; Obliegenheiten des Auftraggebers zur Bereitstellung von Planunterlage
  • Erforderlichkeit einer 30-tägigen Einigungsphase und Rechtsfolgen einer Einigung
  • Auswirkungen einer befolgten Anordnung
  • Auswirkungen im Falle einer Nichteinigung: Anordnungsrecht des Auftraggebers
  • Folge des Anordnungsrechtes für Ausführungsfristen
  • § 650 c BGB: Vergütungsanspruch bei Anordnungen nach § 650 b BGB (Grundlagen der Preisbildung; Rückgriffsmöglichkeiten auf die Auftragskalkulation; Bedeutung für die
    Abschlagsforderungen („80 %-Regelung“)
  • § 650 d BGB: Möglichkeit einer gerichtlichen einstweiligen Verfügung

Bedeutung der VOB/B in der Zukunft

  •  Unterschiede zwischen der gesetzlichen Regelung und der § 1 Abs. 3 und Abs. 4 VOB/B
  •  Wirksamkeit der Regelungen der § 1 Abs. 3 und Abs. 4 VOB/B in der Zukunft (AGB- Kontrolle)

Auswirkungen auf die Vertragspraxis und Notwendigkeit der Änderungen von Musterverträgen mit abschließender Diskussion

Agenda

Das Seminar findet am Freitag, 08.03.2019, in der Zeit von 09:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr in unserer Kanzlei statt.

Seminar I 09:00 Uhr – 10:30 Uhr
Kaffeepause 10:30 Uhr – 10:45 Uhr
Seminar II 10:45 Uhr – 13:00 Uh
Mittagsimbiss 13:00 Uhr – 13:45 Uhr
Seminar III 13:45 Uhr – 15:00 Uhr
Kaffeepause 15:00 Uhr – 15:15 Uhr
Seminar IV 15:15 Uhr – 17:00 Uhr

Kosten

250,00 € je Teilnehmer, zzgl. MwSt.

Bei Teilnahme von mehr als einer Person gilt für die zweite und jede weitere Person ein Nachlass von 50%.

Referent

Dr. Werner Amelsberg
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht

 

 

 

Anmeldung





 

Zusätzliche Teilnehmer








 

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